Geldgeschenk zum Hauskauf

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Geldgeschenk zum Hauskauf

Hallo,
wir möchten ein 2-Familienhaus kaufen, in dem meine Schwiegermutter mit einziehen soll. Es ist geplant, dass sie sich zur Hälfte mit ca. 120.000,-- EUR am Kauf beteiligt und dafür lebenslanges Wohnrecht bekommt, aber nicht im Grundbuch als Eigentümerin eingetragen wird.
Ist in diesem Fall steuerrechtlich etwas zu beachten ? Können wir wegen der "Schenkung" irgendwelche Probleme bekommen ?
Im Voraus schonmal vielen Dank !


von lala am 23.05.2011 18:20
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>Geldgeschenk zum Hauskauf
Sehr geehrter Fragesteller,

um Ihre Frage und die gleich lautende unter dem Thread "Hauskauf mit finanzieller Beteiligung der Familie" beantworten zu können, möchte ich Sie bitten, diese zunächst etwas zu präzisieren. Sie fragen, ob Sie wegen der beabsichtigten Geldschenkung irgendwelche Probleme bekommen können.
Was konkret verstehen Sie unter "Probleme bekommen"?


von STBJIM am 23.05.2011 21:21
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>Geldgeschenk zum Hauskauf
Danke für Ihr Interesse !
Mit "Problemen" meinte ich, ob das Finanzamt irgendwelche Forderungen an uns haben könnte, wenn meine Schwiegermutter
a) uns das Geld leihen würde oder
b) sich in das Haus "einkauft".
Im Moment stehen beide Alternativen zur Auswahl.


von lala am 25.05.2011 00:37
Status: Frischling (5 Beiträge)
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>Geldgeschenk zum Hauskauf
Wenn
a) Ihre Schwiegermutter Ihnen das Geld leiht, darüber ein fremdüblicher Darlehnsvertrag geschlossen wird und das Darlehn von Ihnen entsprechend den Modalitäten dieses Vertrags an Ihre Schwiegermutter zurückgezahlt wird, hat sie nur die Zinsen aus dem Darlehn als Einkünfte aus Kapitalvermögen zu versteuern.
Wenn keine Zinsen vereinbart werden, rechnet das Finanzamt fiktiv 5,5 % Zinsen aus dem Darlehnsbetrag heraus und unterwirft diese der Besteuerung.

b) Wenn die Schwiegermutter kein Darlehn gewährt, sondern sich statt dessen als Miteigentümerin in das Grundstück einkauft, resultieren daraus überhaupt keine steuerlichen Folgen (abgesehen von der Grunderwerbsteuer).Sie steht dann allerdings mit im Grundbuch.

c) Wenn die Schwiegermutter das Geld für die Bestellung des Wohnungsrechts zahlt, nachdem das Haus gekauft worden ist (vorher kann sie es höchstens für das Versprechen und unter der Bedingung zahlen, ihr ein Wohnungsrecht zu bestellen), resultieren keine schenkungsteuerlichen Folgen, wenn der Wert des Wohnungsrechts (zu bewerten durch einen Sachverständigen für Immobilienbewertung) und der Geldbetrag einander entsprechen.


von STBJIM am 25.05.2011 08:22
Status: Legende (253 Beiträge)
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>Geldgeschenk zum Hauskauf
Vielen Dank für Ihre schnelle und hilfreiche Antwort !


von lala am 25.05.2011 21:18
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