Frage geschrieben am 12.06.2009 06:30:08

Betreff: Erbschaft und Schenkung von Immobilie


Rechtsgebiet: Erbschaftssteuer
Einsatz: € 70,00
Status: Beantwortet
Guten Tag,

Zwei Fragen zum Thema Schenkungs- und Erbschaftssteuer. Beide beziehen sich auf eine Immobilie (mehrere Wohnungen in einem Haus), die Familie A (meine beiden Geschwister und ich, von unserer Mutter) und Familie B (meine drei Cousins, von der Schwester meiner Mutter) gemeinsam zu je 50% geschenkt bekommen haben.

Fragen:

1. Diese Immobilie wurde ueber 25 Jahre (1983 – 2008) von meinen Cousins und deren Vater be(miss-)wirtschaftet. Auch goennte sich Familie B ueber diesen Zeitraum durch EInschuechterungen ggueber meiner Mutter einen auesserst grosszuegigen Mietnachlass (sie bezahlten hoechstens 20 – 30% des Marktwertes). Nun behauptet ein befreundeter RA, neben vielen anderen Kommentaren, ein solches Verhalten sei u.U. Nicht-Zahlung von Schenkungssteuer (da dieser Riesen-Mietnachlass eine Schenkung gleichkaeme, ueber die 25 Jahre hinweg ueber 600 000 Euro). Ist das korrekt?

2. Wir selber haben unseren Teil der Immobilie 2001 von unserer Mutter geschenkt bekommen, hauptsaechlich um groesse Erbschaftssteuerzahlungen zu vemeiden. Meine Mutter hat allerdings bis an ihr Lebensende den Niessbrauch fuer das Haus – und praktisch alle mit dem Haus verbundenen Rechte und Pflichten.

Daher: ist die Schenkung trotzdem aus ‘Erbschaftssteuer-vermeidungs-technischen’ Gruenden wirksam? Denn der o.g. befreundete RA meinte, dass sei unbedingt nachzupruefen – denn eine Schenkung mit Niessbrauch gelte u.U. aus steuerlicher Sicht gar nicht als Schenkung. Was sagen Sie dazu?
Und: der Wert der Immobilie wurde seit langem nicht mehr festgelegt. Was aber, wenn aber der Anteil fuer jeden der Beschenkten ueber dem individuellen Freibetrag liegt (sehr wahrscheinlich, wie erste Schaetzungen eines Maklers nahelegen)?

Danke im Voraus fuer Ihre Hilfe.

Herzlich,

GC



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