Frage geschrieben am 14.11.2009 01:24:00

Betreff: Kauf einer Eigentumswohnung zur Selbstnutzung der Mutter


Rechtsgebiet: Haus-, Grundbesitz
Einsatz: € 60,00
Status: archiviert
Guten Tag,
beabsichtigt ist der Kauf einer hochwertigen 3-Zi-Eigentumswohnung (Bj 2000) mit dem Zweck, dass meine alleinstehende Mutter ihren Ruhestand in den eigenen vier Wänden verbringen kann und mehr Raum für Besuch und Enkelkinder bekommt im Vergleich zur jetzigen (Miet-)Wohnung. Der Kaufbetrag i.H. von 200 Tausend € kann von beiden Parteien (mir,Mutter) zu jeweils 100 Tausend Euro sofort erbracht werden, so dass keine Darlehensaufnahme notwendig wäre. Das Vertrauensverhältnis ist optimal und unzerrüttbar, jedoch soll alles notariell und "sauber" vermerkt werden, was z.B. die vorzeitige Vererbung an mich oder meine einzige Schwester betrifft. Oder im umgekehrten Fall kann ich mir auch vorstellen, da ich Gutverdiener bin und in der Anlage auch eine reine Kapitalsicherung ohne Mietinteresse sehe, die Wohnung mit 100 Tausend Euro einfach "mitzuerwerben", jedoch keine Mieteinnahmen zu erzielen (keine finanziellen Interessen an diesem Betrag).

Mein Grenzsteuersatz als Verheirateter ist maximal, meine Mutter hat eine "gute Lehrerpension". Wegen z.B. 50 o.60 Euro Steuervorteil im Monat würde ich am liebsten alles so einfach wie möglich halten; ab 8ß Euro könnte es widerum evt. steuerlich verlockend werden, jedoch sehe ich nirgends eine Möglichkeit wirklich Verluste zu machen, denn es gibt nichts zu renovieren, zu sanieren und ich habe gehört, dass auf Dauer Gewinn erzielt werden muss.. Da ich tatsächlich erarbeitetes Geld in die Wohnung stecken möchte und es damit vor Wertverlust sichern möchte, möchte ich auch keine gewagten Kreditfinanzierungsmodelle bei gleichzeitiger Anlage des vorhandenen Kapitals Geld-, Aktien oder Goldmärkte, da die insg. 200 Tausend Euro an sich in einen hochwertigen Realwert gesteckt werden sollen, der auch genutzt werden wird.

Es schwebt mir stark vor, die Mutter für meinen 100 Tausend-Euro Anteil mietfrei zu haben, da ich ja recht gut verdiene und ich auch in meinem Leben als Kind 18-20 Jahre mietfrei war. Dies mag vielleicht komisch klingen, aber sollen auch nicht "hinten rum" 200 oder 300 Euro fließen.

Meine Fragen:
- Was empfehlen Sie?
- Wie sieht die Grundbucheintragung (Verhältnis) aus? Hat diese etwas damit zu tun, wer was in welcher Höhe bezahlt?
- Wie könnte sicher gestellt werden, dass zwar meine Mutter 100 Prozent Eigentümerin ist, ich jedoch die 100 Tausend Euro als zinsloses Darlehen vergebe?
- Gibt es dennoch eine steuerlich sinnvolle Variante (80-Euro / Monat Minimum) mit und ohne Kapitalsicherung (siehe Aussage oben), die Wohnung jedoch nicht umzubauen, o.ä.?


-- Einsatz geändert am 15.11.2009 14:19:26

-- Einsatz geändert am 15.11.2009 17:34:31
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