Frage geschrieben am 30.12.2011 10:11:58

Betreff: Verlustvortrag


Rechtsgebiet: Selbstständige
Einsatz: € 30.00
Status: Beantwortet
Guten Tag,
ich bin Einzelunternehmer und mache eine ist-Versteuerung
Dieses Jahr habe ich 30.000 EUR als PrivatEinlagen in die Firma gebracht und einen größeren Posten Waren gekauft. Ich werde für 2011 vermutlich einen Verlust von 15-20.000 EUR machen.
Kann ich diesen Verlust auf zukünftige Jahre verteilen? wenn ja wie? wann und wo muß der Antrag gestellt werden?
viele Grüße
l.meger


Antwort geschrieben am 30.12.2011 10:53:14
Dr. Yanqiong Bolik
Bildstöckle 6, 70567 Stuttgart, Tel: +49 (0)711 / 2132 1815, Fax: +49 (0)711 / 4690 6802
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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes sowie der Regeln dieser Plattform beantworte.

Bitte beachten Sie, dass meiner Ausführung der dargestellte Sachverhalt zu Grunde liegt, und dass Hinzufügen, Weglassen, Änderung der Angaben oder die Zweideutigkeit der Informationen das steuerrechtliche Ergebnis ändern können.

Aufgrund Ihrer Sachverhaltdarstellung gehe ich davon aus, dass Sie Einkünfte aus Gewerbebetrieb erzielen. Negative Einkünfte (Verluste), die im betreffenden Veranlagungszeitraum bei der Ermittlung des Gesamtbetrags der Einkünfte nicht ausgeglichen werden, sind bis zu einem Betrag von 511500 Euro, bei Ehegatten, die nach den §§ 26, 26b zusammenveranlagt werden, bis zu einem Betrag von 1023000 Euro vom Gesamtbetrag der Einkünfte des unmittelbar vorangegangenen Veranlagungszeitraums vorrangig vor Sonderausgaben, außergewöhnlichen Belastungen und sonstigen Abzugsbeträgen abzuziehen (Verlustrücktrag nach §10d Abs. 1 EStG). D.h. Sie können die Verluste in 2011 durch Verlustrücktrag von den Gewinnen aus 2010 abziehen. Den Antrag stellen Sie in ESt 1 A, Abschnitt: Sonstige Angaben und Anträge, Antrag auf Beschränkung des Verlustrücktrags.

Nicht durch Verlustrücktrag ausgeglichene negative Einkünfte sind in den folgenden Veranlagungszeiträumen bis zu einem Gesamtbetrag der Einkünfte von 1 Million Euro unbeschränkt, darüber hinaus bis zu 60 Prozent des 1 Million Euro übersteigenden Gesamtbetrags der Einkünfte vorrangig vor Sonderausgaben, außergewöhnlichen Belastungen und sonstigen Abzugsbeträgen abzuziehen (Verlustvortrag nach §10d Abs. 2 EStG). Den Antrag auf Verlustvortrag können Sie dadurch stellen, dass Sie in ESt 1A ganz oben bei "Erklärung zur Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags" ankreuzen. Ihr zustandiges Finanzamt wird dann den Betrag des Verlustvortrags feststellen und einen Bescheid zu Verlustvortrag erlassen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen behilflich sein konnte.

Besteht noch Unklarheit, verwenden Sie bitte gern die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Yanqiong Bolik
Steuerberaterin

Bildstöckle 6
70567 Stuttgart
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Email: steuer@zdbz.de
www.steuerberatung.dr-bolik.de
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