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Frage geschrieben am 03.06.2013 20:31:58

Betreff: Arbeitszimmer & TK-Kosten nicht anerkannt bei priv. Fortbildung - Argumente gesucht


Rechtsgebiet: Finanzamt
Einsatz: € 40.00
Status: Geschlossen
Sehr geehrte Damen und Herren,

folgendes Problem:

Steuerlich anerkannte, private Weiterbildung, die nicht vom Arbeitgeber verlangt oder gefördert wird, aber natürlich berufsbezogen ist.

Zwei Sachen wurden abgelehnt und der Sachbearbeiter stellt sich auch nach telefonischer Rücksprache weiterhin quer und bezieht seine Argumentation rein auf die berufliche Situation und blendet die Fortbildung komplett aus.

Telefon- und Telekommunikationskosten

Pauschaler 20%-Ansatz wurde wie immer eingereicht (und bis jetzt wurde es immer anstandslos genehmigt). Bei einem Fernstudium sind sowohl Telefonate als auch (vor allem) Internetnutzung unabdingbar. Er argumentiert, dass mein Arbeitgeber ja nicht verlangt, dass ich selbiges haben muss, um erreichbar zu sein...
Neben meinem Fernstudium nutze ich Internet/Handy aber ebenso für meinen Telearbeitsplatz, aber hauptsächlich wurde dieses wegen Studium angegeben.

Häusliches Arbeitszimmer

Wurde mit 1100 Euro angegeben, Höchstsatz ist ja 1250 Euro...aber der Bearbeiter meint, dass mein AG mir ja ein Arbeitsplatz stellt und damit würde ich meinen Anspruch sofort verlieren.

Kommt vor allem mit dem EStG §4 Abs. 5 Nr. 6b - allerdings ist das Arbeitszimmer doch als Mittelpunkt der beruflichen Weiterbildung zu sehen. Das ich jenes nicht unbegrenzt absetzen kann, ist mir schon klar.

Der Arbeitsplatz beim AG wird mir aber nicht für das Studium bereitgestellt, weil das ja ein privates Vergnügen ist. Kommilitone aus der Nachbargemeinde hat das so durchbekommen und auch im Netz liest man, dass bis 1250 Euro dies kein Problem darstellen sollte.
Hilft mir zwar bei einer Argumentation nichts, aber es ist ja scheinbar möglich.

Nur fehlen mir für beide Punkte entsprechende Argumentationen gegenüber dem Sachbearbeiter - der verweist auf das Gesetz, wo das so ja gar nicht definiert ist.

Ich würde mich also über eine Argumentationshilfe bzw. einen Änderungsantrag mit entsprechenden Begründungen (Gesetzen, Urteilen etc.) freuen.

Besten Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen