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Frage geschrieben am 04.09.2013 19:12:18

Betreff: Außergewöhnliche Belastung


Rechtsgebiet: Steuererklärung
Einsatz: € 20.00
Status: Beantwortet
Ich habe bei den außergewöhnlichen Belastungen die Fahrten ins Pflegeheim (Besuche bei meiner dementen und fast erblindeten Mutter) geltend gemacht.Das Finanzamt berücksichtigt dies nicht mit der Begründung: Besuchskosten fallen nicht zwangsläufig an und sind daher als allgemeine Kosten der Lebensführung nicht abziehbar (§ 12 Einkommenssteuergesetz).
Aufgrund des Krankheitsbildes meiner Mutter waren diese Besuche aber dringend erforderlich, wurden vom Pflegeheim auch so erwartet(HIfe beim Essen wegen der eingeschränkten Sehkraft, grüner Star, pers. Besuche von Angehörigen sind bei Demenzerkrankten ein wichtiger Aspekt, zumal meine Mutter unter heftigen Halluzinationen litt).
Können diese Fahrten abgesetzt werden?
Bei der ersten Mitteilunge des Finanzamtes wurden diese Kosten anerkannt. Erst als ich Einspruch erhoben habe, weil eine gesonderte Liste mit außergewöhnlichen Belastungen (Pflege Angehöriger, die Zeit als meine Mutter noch nicht im Pflegeheim war)nicht berücksichtigt wurde, wurde mir o.g.Begründung mitgeteilt. Falls ich dies nicht akzeptiere, wird neu berechnet und o.g. Besuchsfahren ins Pflegeheim nicht berücksichtigt. Des weiteren wurde mir schon jetzt mitgeteilt, dass eine Neuberechnung eine Nachzahlung nach sich zieht.