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Frage geschrieben am 06.03.2013 23:28:12

Betreff: Balkonüberdachung als Sanierungsmaßnahme - Erhaltungsaufwand?


Rechtsgebiet: Haus-, Grundbesitz
Einsatz: € 100.00
Status: Beantwortet
Guten Tag,
meine Frau und ich sind Eigentümer eines Zweifamilienhaus, erbaut 1992. Eine Wohnung (ca. 125 qm) in diesem Haus wird von uns bewohnt, die andere Wohnung (ca. 65 qm) wird vermietet. Zu der vermieteten Wohnung gehört auch ein größerer Balkon (ca. 20 qm), der dringend saniert werden muß, da der Fliesenbelag großflächige Frostschäden aufweist.
Nach Auskunft eines beaftragten Architekten liegt die Ursache für den schadhaften Zustand des Fliesenbelages in erster Linie im unzureichenden Balkongefälle, wodurch das Wasser nicht vollständig von der Balkonoberfläche abfliessen kann. Eine nicht ganz sachgemäße Verlegungder Fliesen dürfte eine untergeordnete Rolle gespielt haben. Nun ist die nachträgliche Herstellung eines ausreichendes Gefälles bei einem größeren Balkon technisch nicht ganz einfach.
Nach der Meinung des Architekten wäre für eine zuverlässige und dauerhafte Sanierung des Balkons seine Überdachung zumindest sehr empfehlenswert oder vielleicht sogar notwendig. Andererfalls sind in wenigen Jahren erneut Frostschäden des Balkonbelages zu erwarten. Nicht auszuschliessen sind auch weitere Frost- und Wasserschäden, die die gesamte Betonplatte des Balkons betreffen könnten.
Nun planen wir, den Rat des Architekten zu befolgen und den Balkon zu überdachen, was Kosten um € 12.000 bis 15.000 verursachen wird.
Ich habe folgende Fragen:
1. Handelt es sich bei diesen Kosten um Erhaltungsaufwand?
2. Können diese Kosten im Jahr der Entstehung komplett als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung berücksichtigt werden?
3. Welche Argumente sollen dem Finanzamt vorgelegt werden, damit diese Kosten steuerlich berücksicht werden?
Vielen Dank für Ihre Antwort!
Mit freundlichen Grüßen.