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Frage geschrieben am 30.12.2009 14:02:47

Betreff: Firmensitz Ausland Versand aus Deutschland


Rechtsgebiet: Zölle, Einfuhr von Waren
Einsatz: € 120.00
Status: Beantwortet
Verkauf von therapeutischen Artikeln aus Thailand über einen Onlineshop. Verkauf soll an Privatkunden und Wiederverkäufer in Deutschland/EU erfolgen. Rechnungssteller und Verkäufer ist unsere registrierte Firma (Ltd.) in Thailand.
Die Ware wird von der Firma in Thailand palettenweise nach Deutschland eingeführt und nach Incoterms DDP abgerechnet. (Lieferant in Thailand übernimmt alle Kosten und Gefahren). Die Ware wird ordnungsgemäß in Deutschland verzollt und es wird Einfuhrumsatzsteuer fällig. Die kompletten Kosten für die Einfuhr, also Versand, Gebühren, Zoll und Einfuhrumsatzsteuer werden von der Spedition (die die Einfuhrabwicklung in Deutschland übernimmt) der Firma in Thailand in Rechnung gestellt.
In Deutschland wird demnach nur ein reines Auslieferungslager gehalten und die Ware bei einem Versandlogistiker in Deutschland eingelagert. Wird ein Artikel verkauft und bezahlt, wird dem Versandlogistiker die Adresse des Kunden mitgeteilt und der entsprechende Artikel aus dem Auslieferungslager versendet. Der Logistiker rechnet diese Kosten mit der thailändischen Firma ab.
Die Bezahlung der Ware erfolgt per Vorauskasse, der Kunde/Käufer überweist den Kaufbetrag auf ein deutsches Bankkonto, das auf unseren Namen bzw. die Firma in Thailand registriert ist. Von dieser deutschen Bank werden die Beträge wiederum regelmäßig online auf ein Geschäftskonto in Thailand transferiert.
Es ist nicht beabsichtigt eine Niederlassung in Deutschland zu gründen, auch keine unselbständige Betriebsstätte. Lediglich eine Kontaktadresse, da wir in Deutschland noch einen Wohnsitz halten uns aber mehr als 183 Tage im Jahr in Thailand aufhalten werden, (gewöhnlicher Aufenthalt ist Thailand).
Alle Einkünfte werden somit ordnungsgemäß in Thailand versteuert.

Meine Fragen:

1. Ist so eine Konstellation möglich? Wenn ja, wo liegt die Problematik?
2. Besteht weitere Steuerpflicht in Deutschland, obwohl Firmensitz und Rechnungsstellung in Thailand erfolgen? (Weil die Bezahlung der Ware über ein deutsches Bankkonto läuft oder ist es sinnvoller sich als Steuerausländer bei der Bank führen zu lassen?
3. Impressumspflicht: Ist zusätzlich eine gültige Adresse in Deutschland erforderlich, weil die registrierte Domain eine .de Domain ist?
4. Werden die Rechnungen an die Endkunden netto, ohne Deutsche Ust. ausgestellt? (Die Ware wird ja versteuert eingeführt, eine Vorsteuer soll oder kann in D. aber nicht geltend gemacht werden?)
5. Inwiefern greift das DBA? (Quellenlandprinzip oder Territorialitätsprinzip).

Bitte um Hinweise, falls ich bei der Thematik etwas vergessen habe.


Mit freundlichen Grüßen


Antwort geschrieben am 30.12.2009 16:16:21
Marlies Zerban
Binger Str. 51, 55218 Ingelheim, Tel: 06132 78684-0, Fax: 06132 78684-29
Steuerberatung
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Sehr geehrter Fragesteller, ich beantworte gerne Ihre Fragen im Rahmen einer Erstberatung unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes und den Vorgaben ............

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