Diese Seiten wurden archiviert. Eine steuerrechtliche Beratung finden Sie auf den Steuerrecht Seiten von frag-einen-anwalt.de
Frage geschrieben am 27.01.2014 13:59:53

Betreff: GmbH Kapitalerhöhung: Einbringung und ausstehende Einlage


Rechtsgebiet: Kapitalgesellschaften
Einsatz: € 40.00
Status: Beantwortet
Ich möchte mich an einer GmbH (Stammkapital 25.000 EUR, 1 Gesellschafter) beteiligen. Hierzu soll eine (ordentliche) Kapitalerhöhung in Höhe von 10.000 EUR vorgenommen werden, die ich komplett übernehme.

Meine Fragen:

1. Nach GmbHG ist es ausreichend, wenn ich ein Viertel meiner Stammeinlage einbringe: ich möchte also (in Absprache mit dem anderen Gesellschafter) zunächst nur 2.500 EUR als Bareinlage einbringen – dann kann die Anmeldung der Kapitalerhöhung im Handelsregister erfolgen und ich stehe als neuer Gesellschafter mit rund 30% an der Gesellschaft „drin" – ist dies so korrekt?

2. Die restlichen 7.500 EUR würden als „ausstehende Einlage" in der Bilanz der Gesellschaft auftauchen, so lange bis die Gesellschaft diese einfordern würde. Gibt es hierfür eine zeitliche Frist? Oder könnte dies auch 3 Jahre so in der Bilanz stehen bleiben? Hätte dies in irgend einer Forum „negative" Auswirkungen für die Gesellschaft?

3. Angenommen ich kündige der Gesellschaft und meine Anteile werden eingezogen, noch während die 7.500 EUR ausstehende Einlage existieren – was passiert dann? Wäre ich auch weiterhin (auch als nicht-Gesellschafter) verpflichtet die Einlage zu bringen? Welche Möglichkeiten gäbe es, mich von der Einbringung des ausstehenden Einlage zu befreien?

4. Könnte man wieder eine Kapitalherabsetzung auf 25.000 EUR vornehmen, auch wenn von der Kapitalerhöhung z.B. noch 7.500 EUR ausstehende Einlage vorhanden sind?



Besten Dank für Ihre Antworten!