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Frage geschrieben am 08.05.2012 19:16:31

Betreff: Gutachten für nach dem Ertragswert bewertetes Gebäude sinnvoll?


Rechtsgebiet: Erbschaftssteuer
Einsatz: € 25.00
Status: archiviert
Folgender Sachverhalt:
Habe 3 Häuser geerbt, 2 davon stehen zurzeit leer, das 3. ist vermietet.
Hier hat das Finanzamt eiskalt nach dem "Ertragswertverfahren" bewertet und einfach die Miet-einnahmen 34 Jahre in die Zukunft hochgerechnet.
Hierbei wurde dann bei dem Hauptgebäude Bj. 1820 dann einfach eine Restnutzungsdauer von 21 angesetzt, obwohl bei der Gesamtnutzungsdauer von 70 J. ausgegangen wird, diese wären längst vorbei.
Für den Anbau von 1974 wurden dann 34 Jahre Restnutzung angesetzt.
Daraus hat sich ein Wert ergeben (264.000.-) der in keiner Weise der Realität entspricht. Würde ich das Gebäude nämlich verkaufen, müsste ich froh sein, 100.000.- zu bekommen.
Auf meine Nachfrage hat sich der Mitarbeiter des Finanzamtes leider nicht verständlich genug ausgedrückt, er meinte, ich könnte ein Gutachten erstellen lassen, aber dazu folgende Frage: Kann
ich das Gutachten nach dem Sachwertverfahren erstellen lassen, oder muss der Gutachter auch den Ertragswert (der nächsten 34 J.) ansetzen, dann kann ich mir diese Kosten nämlich sparen!
Auch im Schreiben vom Finanzamt heißt es: "Sie haben die Möglichkeit, einen niedrigeren Verkehrswert als den vom Finanzamt errechneten, durch Vorlage eines Sachverständigengutachtens
nachzuweisen" Verkehrswert ist ja im Prinzip der Marktwert, oder?
Ich habe natürlich erstmal Widerspruch gegen den Bescheid eingelegt, ich fühle mich hier , um es auf
den Punkt zu bringen, regelrecht abgezockt!!



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