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Frage geschrieben am 04.06.2014 19:46:37

Betreff: Kauf einer GbR (Shop)


Rechtsgebiet: Unternehmenssteuern
Einsatz: € 60.00
Status: Beantwortet
Wir wollen ein kleines Unternehmen (Online Shop) kaufen. Dies wird derzeit als GbR geführt, heißt die alten Gesellschafter treten aus und die neuen treten ein. Risiken gegenüber Gläubiger usw. wird über interne Regelungen vereinbart.

Wir erwerben somit Gesellschaftsanteile, der Kaufpreis der Anteile wird mit 15.000 beziffert.

Die Verkäufer erstellen zum Stichtag eine Liquidationsbilanz der GbR

Bezeichnung Anschaffungsdatum Anschaffungskosten Netto Nutzungsdauer AfA-Betrag 2013 Buchwert zum 1.12.2013
Webshop 29.8.13; 7.265 €; 5 Jahre; bis 2018, 605,42 €, 6.659,58 €
Markeneintragung 30.8.13; 300 €; 10 Jahre; bis 2023, 12,50 € 287,50 €

Warenbestand: 3.000 EUR

Sofern Relevant, es gibt zwei Käufer, der Kaufpreis wird zu ca. 80 zu 20 aufgeteilt. Der Geschäftsbetrieb erfolgt auf nebenberuflicher Basis, was auch im Gesellschaftervertrag entsprechend vereinbart wird.

Laut Aussage des Verkäufers können noch im laufenden Jahr 50 % des Kaufpreises abgeschrieben werden, was mir so nicht ersichtlich bzw. mir nicht vertraut ist.

Also:

Firmenwert (Derivat?) 15.000 EUR auf 15 Jahre?
AfA 500 EUR (in 2014), dann je 1.000 EUR / Jahr

Webshop fortführend mit je 605,42 / Jahr
DPMA fortführend je 12,50 / Jahr

Den Warenbestand in Höhe von 3.000 EUR sofort, da Umlaufkosten

In meiner Darstellung könnte ich gerade mal ca. 4.117,92 EUR vom Kaufpreis (15.000 EUR) betrachtet in 2014 noch steuerlich berücksichtigen. 10.882,08 EUR der Investitionen müssen auf einen Zeitraum von 15 Jahren betrachten.

In dieser Betrachtungsweise kann ich die Aussage des Verkäufers nicht nachvollziehen?

Oder gibt es Möglichkeiten von Ergänzungsbilanzen die hier höhere Abschreibungen zulassen und wie sehen diese in etwa aus?

Des Weiteren müssen wir seine /die Buchhaltung übernehmen. Ist diese in derselben Art und Weise fortzuführen oder kann ich eine eigenen Einnahme/Überschussrechnung erstellen. Bisher wurde aus meiner Sicht ein deutlich höherer Umfang der Buchhaltung betrieben, als für den Geschäftsumfang erforderlich. Wie stellt sich dies dar? (hierzu reicht mir eine kurze Ausführung ob ich in der Art frei bin oder 1 zu 1 fortführen muss)

Ich erwarte keine detaillierte Antwort in allen Zügen, dennoch eine klare Aussage zur steuerlichen Auswirkung anhand denn Angaben zu dem Erwerb der Gesellschaftsanteilen.

Vielen Dank im Voraus.