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Frage geschrieben am 20.02.2014 15:13:28

Betreff: Lohnsteueranerkennung beim FA


Rechtsgebiet: Finanzamt
Einsatz: € 100.00
Status: Geschlossen
Ich benötige eine verbindliche Auskunft zu folgendem Sachverhalt:

Ich habe in 2013 einen gerichtlichen Vergleich über eine Brutto-Abfindungszahlung mit meinem ehemaligen Arbeitgeber abgeschlossen. Darin hat er sich zu Ratenzahlungen verpflichtet. Eine Rate hat er nicht an mich gezahlt, sondern an das FA und dabei im Überweisungsträger seine Steuernummer und angegeben und den Vermerk Lohnsteuer 2013. Eine Lohnsteuerbescheinigung habe ich vom AG nicht erhalten.
Gleichzeitig hat der AG Lohnsteuerrückstände beim FA, die größer sind als die vom AG an das FA überwiesene Summe.
Meine Fragen:
Ordnet das FA diese Lohnsteuerzahlung des AG eindeutig meiner Lohnsteuerschuld zu oder wird diese Zahlung der ältesten Steuerschuld zugerechnet?
Welche Kriterien müssen erfüllt sein, damit diese Zahlung vom FA eindeutig mir zugeordnet wird?
Man muss wissen, dass mein FA ein anderes ist, als das, wo der AG zahlt und man muss wissen, dass sich AG auch sonst nicht sonderlich an entsprechende gesetzliche Gegebenheiten hält, also über ihn ist eine Klärung nicht möglich.
Hintergrund dieser Frage ist, ich möchte nicht im Rahmen meiner Steuererklärung noch einmal vom FA zur Kasse gebeten werden, weil dieses diese vom AG geleistete Lohnsteuerzahlung mir nicht anrechnet. Wenn dies aber so ist, müßte ich das Geld schnellstens pfänden lassen, weil abzusehen ist, dass der AG nicht mehr lange existieren wird. Deshalb ist die Antwort wichtig.
Grundsätzlich ist es mir egal, ob ich die Lohnsteuer aus dem Vergleich an den AG zahle oder ob das der ehemalige AG übernimmt, es muss nur eindeutig sein.

Ich benötige die verbindliche Auskunft auch, um diese ggf. bei einer Vollstreckungsgegenklage vor Gericht anzugeben.

Vielen Dank