Diese Seiten wurden archiviert. Eine steuerrechtliche Beratung finden Sie auf den Steuerrecht Seiten von frag-einen-anwalt.de
Frage geschrieben am 23.03.2012 13:15:33

Betreff: Mehrwertsteuer aus Vollstreckungstitel


Rechtsgebiet: Mehrwertsteuer
Einsatz: € 50.00
Status: archiviert
Sehr geehrte Damen und Herren,



Sachverhalt:
Vor 21 Jahren wurde aus dem Konkurs einer Einzelfirma ein Vollstreckungstitel erwirkt. Die ausgeklagte Forderung eines Gläubigers (Autovermietung) verkaufte angeblich vor vielen Jahren den Vollstreckungstitel an ein Inkassounternehmen.

Der ehemalige Gläubiger (Autovermietung) hat aktuell (2012) keinerlei Unterlagen/Buchhaltung mehr. Er versichert, dass auch keine Forderungen an den Vollstreckungs-Schuldner der Einzelfirma bestehen.

Das Inkassobüro betreibt nun (2012) eine Zwangsvollstreckung mit einer Standard-Vorlage (Vollmacht) im "Namen und im Auftrag" des o. g. Gläubigers.

Die Hauptforderung in der Zwangsvollstreckung beinhaltet auch eine beträchtliche Summe Mehrwertsteuer und wurde höchstwahrscheinlich vom eigentlichen Gläubiger (Autovermietung) als uneinbringliche Forderung ausgebucht, somit also nicht an das Finanzamt weitergeleitet.
Das Inkassounternehmen wird vermutlich die Mehrwertsteuer aus der Hauptforderung im Wege der Zwangsvollstreckung ungerechtfertigt vereinnahmen.

Dazu sind insbesondere 3 Fragen zu beantworten:

1. Kann die Mehrwertsteuer aus der Forderungssumme, die eigentlich dem Finanzamt zustehen würde, vom Inkassounternehmen vereinnahmt werden.

2. Sind die aufgelaufenen Verzugszinsen demzufolge nur aus der Hauptsumme abzüglich der Mehrwertsteuer zu berechnen.

3. Sollte der eigentliche/ehemalige Gläubiger (Autovermietung) nachträglich nach 21 Jahren die Forderung in seinem Namen anerkennen, wie wäre dann die Mehrwertsteuer heute (2012) zu behandeln, da ja diesbezüglich keinerlei Rechnung mehr existiert.

Vielen Dank für Ihre Mühewaltung.

Es liegen mehrere gekaufte Vollstreckungstitel aus den Jahren 1989 bis 1991 in ähnlicher Form bei diversen Inkassounternehmen vor. Insbesondere sind hierbei auch die Verjährungsfristen der Zinsen zu beanstanden.


Als Leser können Sie
*Weitere Informationen und eine Übersicht der 123recht.net Dienste finden Sie hier.


Als angemeldeter Nutzer haben Sie die Möglichkeit diesen Beitrag zu beobachten.
Sie bekommen dann eine E-Mail mit den neuesten Beiträgen. Melden Sie sich hier an!