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Frage geschrieben am 17.09.2014 10:41:02

Betreff: Nießbrauch verm. Haus an Tochter im Betrieb tätig


Rechtsgebiet: Haus-, Grundbesitz
Einsatz: € 50.00
Status: archiviert
Ich habe eine Versicherungsmakler Agentur (HGB 93), in der meine volljährige Tochter seit knapp 2 Jahren als freie Mitarbeiterin (HGB 84) auf Provisionen vollzeit arbeitet. Auf den Vertrag brauchen wir nicht einzugehen.

Dafür bekommt sie einen Vorschuß von 1800 Euro mtl., der eigentlich ins Verdienen gebraucht werden muß. Klappt nicht, daher schreiben wir den Verlust derzeit ab. Davon muß sie nun zum Ende 2014, also vor Ablauf der 2 Jahre ihrer Selbständigkeit, damit sie nicht rentenversicherungspflichtig wird, eine Angestellte 450 Euro Kraft + Sozialabgaben ca. 140 Euro mtl. bezahlen. Und ihre private Krankenversicherung in Höhe von 250 Euro mt.. Und Spritgeld usw.. Sie lebt mit ihrem Freund zusammen, der ca. 2000 Euro mtl. verdient. Allerdings sind die Beiden nicht verheiratet. Meine Tochter hatte in 2013 somit ein zu versteuerndes Jahreseinkommen in Höhe von 9500 Euro, das in Zukunft ja noch durch die Angestellte Richtung 2500 zu versteuerndes Jahreseinkommen werden würde. Das würde in den nächsten paar Jahren auch so bleiben.

Aus meiner Sicht ist meine Tochter mit dem Restgehalt nicht wirtschaftlich selbständig. Statt den Vorschuß zu erhöhen, will ich ihr das Nießbrauch für ein vermietetes Haus überlassen. Dieses habe ich vor 2 Jahren gekauft und es wirft eine Kaltmiete von 650 Euro ab. Ist also fremd vermietet.

Meine Frage ist nun, ob diese Konstellation vom Finanzamt anerkannt wird. Denn es wäre gut möglich, das die Mieter das verm. Haus vor Ablauf der 10 Jahres Frist kaufen wollen. Und ich will den Gewinn aus dem Haus natürlich nicht versteuern. Falls die Mieter kaufen wollen, habe ich gelesen, das der Nießbrauch in diesem angebrochenen Jahr beginnen muß und dann 2 aufeinander folgende Kalenderjahre bestehen bleiben muß.

Evtl. wäre noch wichtig, daß ich die Umbaukosten des verm. Hauses in 2012 nur zu 15% einmalig in 2012 geltend gemacht hatte und nicht über 25 oder 30 Jahre.

Ich habe zwar noch einen volljährigen Sohn im Haushalt lebend, der allerdings studiert und Bafög + Kindergeld bekommt. Wenn ich ihm nun das Nießbrauch übertrage, dann würde das Bafög gestrichen werden. Daher würde ich gerne meine Tochter einsetzen.

Vielleicht kann mir auch ein Nießbrauchsvertrag oder zumindest der Inhalt dessen angedient werden?

Mit freundlichen Grüßen


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