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Frage geschrieben am 30.01.2014 15:47:31

Betreff: Rückgängigmachung der Rücknahme vom Einspruch


Rechtsgebiet: Finanzamt
Einsatz: € 50.00
Status: archiviert
Ich bin seit 01.06.2012 zugelassene Rechtsanwältin und habe mich am 05.12.2012 im Rahmen meiner Fortbildung zum Fachanwalt für Steuerrecht zum Liquidator einer kleinen GmbH bestellen lassen. Zu diesem Zeitpunkt bestanden Einsprüche zu Umsatzsteuerbescheiden aus den Jahren 2009, 2010 (hinsichtlich sonstiger Leistungen in der EU), welche mir nicht bekannt waren. 2012 erfolgte eine Umsatzsteuersonderprüfung für den Zeitraum 2011. In diesem Rahmen wurden meinerseits Einwendungen gegen den Prüfbericht zu demselben Sachverhalt erhoben. Mit Schreiben vom 02.10.2013 erhielt ich eine Anfrage seitens der zuständigen Rechtsbehelfsstelle hinsichtlich der Rechtsbehelfe 2009, 2010 und 2011, ob ich meine Rechtsauffassung geändert habe und die Bitte um die Rücknahme des o.g. Einspruchs. In diesem Schreiben wurde auf ein vorangegangenes Schreiben verwiesen, welches mir nicht zugegangen ist. Ich habe daraufhin den Einspruch - in dem Gedanken, dass es sich nur um den Einspruch hinsichtlich der Umsatzsteuersonderprüfung für das Jahr 2011 handelt – zurückgenommen. Ich war zu diesem Zeitpunkt zu einer sorgfältigen Prüfung nicht fähig gewesen, da ich aufgrund einer Risikoschwangerschaft bereits unter Depressionen litt. Diese wurden nach meiner Entbindung im Dezember 2013 durch einen Facharzt behandelt. Mir war deshalb entgangen, dass in der Betreffzeile die Beschreibung „Rechtsbehelfsverfahren zur Umsatzsteuer 2009, 2010 und 2011 – Ihre Einsprüche vom 11.10.2012" aufgeführt war. Der Einspruch vom 11.10.2012 betraf jedoch die Zeiträume 2009 und 2010. Aufgrund der Rücknahme der Einsprüche sind die Umsatzsteuerbescheide für die Jahre 2009, 2010 und 2011 bestandskräftig geworden. Eine Wiedereinsetzung wurde seitens der Rechtsbehelfsstelle ausgeschlossen. Gibt es eine Möglichkeit der Rückgängigmachung der Rücknahme? Wenn dies nicht möglich ist, besteht die Möglichkeit eines Niederschlagens der Steuerschuld in Höhe von 8.353,00 €, da ich als alleinstehende Mutter von 3 Kindern in Elternzeit die Haftungssumme nicht aufbringen kann und die GmbH über kein Vermögen verfügt bzw. macht ein Antrag auf Erlass sind oder gibt es weitere rechtliche Möglichkeiten?
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