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Frage geschrieben am 03.08.2013 14:52:45

Betreff: Rechnungen ins EU-Ausland als Kleinunternehmer


Rechtsgebiet: Selbstständige
Einsatz: € 20.00
Status: Beantwortet
Guten Tag,
ich betreibe ein Gewerbe und habe dafür die Kleinunternehmerregelung in Anspruch genommen. Ich habe ein paar Fragen zu Rechnungen für Dienstleistungen, die ich ins EU-Ausland (konkret Luxemburg) stelle:

1. Laut § 14a Abs. 1 UStG muss ich in meinen Rechnungen auf das Reverse-Charge-Verfahren hinweisen. Dafür sollte folgender Abschnitt ausreichen:
"Hierbei handelt es sich um eine im Inland nicht steuerbare sonstige Leistung. Die Steuerschuldnerschaft geht gemäß §13b Abs. 5 UStG auf den Leistungsempfänger über."
Ist dies korrekt?

2. Für Rechnungen ins EU-Ausland wird normalerweise eine USt-Id benötigt, diese entfällt aber für Kleinunternehmer laut §19 Abs. 1 Satz 4 UStG.
Ist dies ebenfalls korrekt?

3. Ist neben der Angabe zum Reverse-Charge-Verfahren aus 1. noch folgende Angabe zur Kleinunternehmer-Regelung notwendig oder entfällt diese bei derartigen Rechnungen:
"In dieser Rechnung ist gemäß der Kleinunternehmer -Regelung (§19 Abs. 1 UStG) keine Umsatzsteuer enthalten und ausgewiesen."

4. Zu welchem Feld sind diese Einnahmen in der EÜR zuzuordnen (am Beispiel EÜR 2012)?
"Betriebseinnahmen als umsatzsteuerlicher Kleinunternehmer (nach § 19 Abs. 1 UStG)" - Feld 111
oder
"Umsatzsteuerfreie, nicht umsatzsteuerbare Betriebseinnahmen sowie Betriebsein­nahmen, für die der Leistungsempfänger die Umsatzsteuer nach § 13b UStG schuldet" - Feld 103