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Frage geschrieben am 14.11.2013 21:40:09

Betreff: Rentenanwartschaft in den Niederlanden als Schenkung


Rechtsgebiet: Renten, Pensionen
Einsatz: € 50.00
Status: archiviert
Für meine Kinder möchte ich bei einem niederländischen Anbieter (mit niedrigen jährlichen Spesen) eine private Rentenversicherung durch Einmalzahlung einrichten, die Einmalzahlung soll eine Schenkung von mir sein. Die Versicherung soll bis zum z.B. 60. Lebensjahr, 40 Jahre lang, laufen.
Dazu habe ich mehrere Fragen:
1. Ist die geschenkte Altersversorgung, z.B. bei einem Privatkonkurs, (in Deutschland) pfändbar? Ist das von der Höhe der Einlage abhängig? Gibt es eine Gestaltungsmöglichkeit bei der Schenkung, um dieses Risiko auszuschließen? Welche Formerfordernisse hätte die?
Meine Kinder sind Deutsche und haben keinerlei Bezug zu den Niederlanden, weder leben sie da, noch verdienen sie dort etwas, und erklären in den Niederlanden keine Steuern.
2. Wie ist die Besteuerung der Einlage, bzw. der hypothetischen Rendite, in den Niederlanden?
In den Niederlanden gibt es keine Vermögensteuer, aber für Sparvermögen wird eine hypothetische Rendite von 4 % per annum mit 30 % besteuert, was einer Vermögensteuer von 1,33 % entspräche. Der Freibetrag liegt bei etwas über 20 000 €. (Niederländer, die in den Niederlanden steuerpflichtig sind, können übrigens eine Variante dieser Versicherung wählen, bei der die Einlage zum Freibetrag bei der niederländischen Steuer nicht angerechnet wird.)
3. Wie ist im vorliegenden Fall die Besteuerung (würde die Auszahlung heute einsetzen, für die Zukunft kann man das wohl nicht sagen) der an einen Ausländer ausgezahlten Monatsrente in den Niederlanden?
4. Wie ist die Besteuerung der ausgezahlten Monatsrente in Deutschland? Mein erster Eindruck ist, dass, wie ich es mir bei einer deutschen, aus versteuertem Geld aufgebauten privaten Rente vorstelle, im Verhältnis Rendite zu Einlage der Monatsbeitrag rechnerisch aufgeteilt wird und Einkommensteuer auf den Renditeanteil anfällt. Möglicherweise ist die Renditebesteuerung in Deutschland mit der Besteuerung der hypothetischen Rendite in den Niederlanden schon abgegolten, das wäre wohl zu schön, um wahr zu sein. Oder die Renditebesteuerung in den Niederlanden wird auf die nachgelagerte deutsche Besteuerung angerechnet, das stelle ich mir rechnerisch ziemlich kompliziert vor. Oder die Rente wird erst mal als Einkommen in Deutschland angesehen, und der Steuerpflichtige muss die 40 Jahre zurückliegenden Umstände der Einrichtung dieser Versicherung im Einzelfall dem Finanzamt nachweisen.

Bei dem von mir ausgesuchten Anbieter gibt es (bisher nur) eine Einmalzahlung an Ende der Laufzeit, die man dann in eine Leibrente eines anderen Versicherers investieren muss.
5. Wie sieht die Antwort auf die Fragen 3 und 4 bei einer Einmalzahlung zu Beginn des Rentenalters aus?


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