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Frage geschrieben am 12.10.2014 17:35:17

Betreff: Scheinselbständigkeit?


Rechtsgebiet: Generelle Themen
Einsatz: € 50.00
Status: archiviert
Guten Tag,

seit Monaten versuche ich, eine Auskunft zu meinem Problem zu bekommen, aber jede Stelle, die angeblich dafür zuständig ist, schiebt mich an die nächste weiter.

Die Fakten:
- Vollrentnerin, vorher Altersrente für Schwerbehinderte u.ä. (BG 40%).
- Rente derzeit ca. 1.350 Euro inkl. PKV-Zuschuss
- PKV derzeit 600 Euro
- der Rest deckt meine Fixkosten, aber zum Leben muss ich dazuverdienen
- seit mehreren Jahren 2 Büro-Minijobs mit zusammen 450 Euro

Nun möchte ich noch etwas mehr dazuverdienen, und das darf ich ja theoretisch jetzt „unbegrenzt". Ich kann und will aber nur 3 bis 8 Wochenstunden zusätzlich arbeiten, mehr würde ich gesundheitlich nicht schaffen. Damit würde ich aber unter 450-Euro bleiben. Soviel ich weiß, würde eine zusätzliche Anstellung unterhalb von 450 Euro aber als unzulässiger weiterer „Minijob" gelten – auch wenn es auf Lohnsteuerkarte ginge - und damit würden auch die bisherigen Minijobs zu „Midijobs" umfunktioniert (von wem eigentlich genau in meinem Fall?).
Wenn das so wäre, würde das m.W. meine bisherigen Arbeitgeber mehr Geld kosten und ihnen mehr Aufwand bereiten und würde ziemlich sicher dazu führen, dass ich diese (guten) Jobs verlieren würde. Das möchte ich auf keinen Fall riskieren.

Daher habe ich notgedrungen ins Auge gefasst, die wenigen Zusatzstunden gewerblich auf Rechnung zu arbeiten, als Haushaltshilfe, Nachhilfe, Kinderbetreuung o.ä. Mit 3 Std. pro Woche kann ich aber nur einen, maximal 2 Auftraggeber zusammenbekommen. Kann es sein, dass da dann eines Tages Scheinselbständigkeit unterstellt wird? Und falls ja, was genau kann dann passieren? Da ich selbst nicht mehr rentenversicherungspflichtig bin (soweit ich weiß) und privat krankenversichert, kann da doch eigentlich für mich nichts anfallen, oder? Aber was ist mit meinen Auftraggebern? Ich möchte nicht, dass z.B. eine alte Dame, der ich ein paar Stunden bei der Hausarbeit helfe, irgendwann Probleme dadurch bekommt, dass ich nicht auf Minijobbasis und nicht schwarz, sondern auf Rechnung arbeiten wollte und sie damit einverstanden war.

Ich möchte aber auch nicht erst ein Gewerbe anmelden, dann einen Vertrag mit jemandem machen und dann nach Wochen oder Monaten von der Dt.RV Bund erfahren müssen, dass es so nicht geht, aber nicht, wie es gehen würde! Das kann ich auch keinem Auftraggeber zumuten. Muss ich überhaupt ein Gewerbe anmelden, oder fällt das unter irgendeine Bagatell-Regelung o.ä.?

Können Sie mir dazu bitte etwas sagen und raten? Falls der Einsatz dafür zu niedrig ist, bitte ich um Nachricht.

-- Einsatz geändert am 14.10.2014 19:39:03

-- Einsatz geändert am 18.10.2014 12:18:04


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