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Frage geschrieben am 14.01.2014 14:51:02

Betreff: Schenkung GmbH-Anteile Ertragswertverfahren oder Substanzwert


Rechtsgebiet: Schenkungssteuer
Einsatz: € 40.00
Status: Beantwortet
Ich soll von einem Dritten (kein Verwandtschaftsverhältnis, also 20.000 EUR Freibetrag) GmbH-Anteile geschenkt bekommen. Nun stellt sich die Frage nach dem Wert der GmbH und ob der Wert der geschenkten Anteile über dem Freibetrag läge.

Annahme Schenkung erfolgt Januar 2014.
Keine Börsennotierung bzw. keine sonstigen Verkäufe von Anteilen in den letzten Jahren als Bemessungsgrundlage.

Meine konkreten Fragen:

1. Grundsätzlich würde man nach BewG das „vereinfachte Ertragswertverfahren" als Maßstab nehmen und hierfür die Jahreserträge der letzten 3 Jahre. Ist es erheblich, dass der Jahresabschluss 2012 + 2013 noch nicht vorliegt? Oder würde das Finanzamt einfach warten bis diese vorliegen, dann die Berechnung durchführen?

2. Angenommen die GmbH hat in den letzten 3 Jahren einen negativen Jahresertrag (oder nur gering positiv) – dann würde als Minimalwert für die GmbH nach BewG der Substanzwert angesetzt werden. Gilt für die Berechnung des Substanzwerts die Bilanz aus dem Vorjahr (2013) oder wieder der Durchschnitt der letzten 3 Jahre?

3. Angenommen der Wert meiner Anteile wird auf 20.000 EUR beziffert, der Freibetrag also komplett aufgebraucht. Habe ich dann für die nächsten 10 Jahre keinen Freibetrag mehr (auch bei Schenkung von ANDEREN Dritten)? Werden die verbrauchten 20.000 EUR bei einer Schenkung von meinen Eltern von dem 400.000 EUR Freibetrag abgezogen?



Über die Fragen hinaus suche ich einen kompetenten Berater der ggf. eine Bewertung der GmbH (Ertragswert oder Substanzwert) vornehmen könnte damit ich vor der Schenkung wüsste, ob Steuern anfielen. Es handelt sich nur um eine sehr kleine GmbH mit „kleiner" unkomplizierter Bilanz.

Oder gäbe es für mich Vorab die Möglichkeit einer verbindlichen Aussage durch das Finanzamt?


Besten Dank im Voraus!