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Frage geschrieben am 18.09.2011 11:40:56

Betreff: Spekulationsfrist


Rechtsgebiet: Finanzamt
Einsatz: € 250.00
Status: Beantwortet
Mutter M kauft 1975 zwei benachbarte Häuser.
Haus 1 hat 8 Wohnungen und liegt an einer "Rumpel-Pumpel-Straße".
Das über Eck gelegene Haus 2 hat 6 Wohnungen und liegt an einer ruhigen Wohnstrasse.
Beide Häuser haben eine gemeinsame Grundbuchnummer.
1995 überträgt M beide Häuser auf Tochter T mit Niessbrauchsvorbehalt.
2004 Aufhebung Niessbrauch.
Zwischenzeitlich hat sich bei beiden Objekten großer Sanierungsstau bemerkbar gemacht.
T versucht deshalb beide Objekte zu veräußern - erfolglos.
Daraufhin lässt T die Grundbuchnummer teilen und bietet beide Häuser einzeln an - zunächst ebenfalls erfolglos.
Daraufhin beschließt T zunächst, Haus 1 zu behalten und den Sanierungsstau selbst aufzulösen und nur noch das attraktivere, wenngleich unsanierte, Haus 2 anzubieten.
2005/2006 investiert T ca 300000,-- € in Haus 1. Finanzamt versucht zunächst, T in die AfA zu zwingen. Gutachter stellt jedoch fest, dass hier kein "Luxus" vorliegt, sondern lediglich notwendige Erhaltungsaufwendungen getätigt wurden, die M zuvor eben nicht getätigt hat. T setzt daraufhin die Investitionskosten - über 5 Jahre verteilt - steuerlich an.
Parallel dazu gelingt der Verkauf von Haus 2.
Wg Europäischer Finanzkrise, bevorstehender Grunderwerbsteuererhöhung usw ist aktuell ein günstiger Verkaufszeitpunkt.
Kann T Haus 1 im Rahmen der privaten Vermögensverwaltung verkaufen, ohne irgendwelche Spekulations- oder sonstigen Steuern auszulösen?