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Frage geschrieben am 06.02.2014 09:34:41

Betreff: Verdeckte Gewinnausschüttung und Verdeckte Einlage


Rechtsgebiet: Unternehmenssteuern
Einsatz: € 40.00
Status: Geschlossen
Hallo, ich schreibe morgen eine Klausur im Bereich Steuerrecht und sitze noch immer verzweifelt an folgenden Aufgaben. Es sind vGA und vE (mit Betrag) zu prüfen.

1) Zinseinnahmen zum 30.06.2013 bei der AG (A) iHv 60.000 € aus der Überlassung eines Darlehens (600.000 €) an die 100%-Tochtergesellschaft (B) mit Sitz in Hamburg. Der marktübliche Zins beträgt 5 %.

2) Verzicht der AG auf dieses Darlehen in Höhe von 600.000 € am 31.12.2013. Das Darlehen wurde der Tochtergesellschaft für 5 Jahre eingeräumt.

3) Im Jahr 2009 kaufte die AG eine 5 % - Beteiligung an einer GmbH mit Sitz in Hamburg (Kaufpreis 250.000 €). Am 20.05.2013 erfolgte eine Gewinnausschüttung an die AG iHv 30.000 €. Aufgrund fehlender Zukunftsperspektiven veräußerte die AG diese Beteiligung zum 31.12.2013 für 350.000 €

4) Der Gesellschafter W nahm im Jahr 2010 bei der Bank ein Privatdarlehen für die Anschaffung einer Eigentumswohnung auf iHv 100.000 €. Das Darlehen sollte mit 9 % verzinst und nach 5 Jahren in einer Summe zurückgezahlt werden. Am 01.01.2013 übernahm die AG zivilrechtlich wirksam die Kreditverbindlichkeit ohne Gegenleistung. Die AG aktivierte zum 31.12.2013 eine Erstattungsforderung gegen den Gesellschafter W iHv 100.000 €. Die AG hat die Kreditzinsen für 2013 am 31.12.2013 an die Bank gezahlt und als Betriebsausgabe aufwandswirksam gebucht. Eine Weiterbelastung an W erfolgte nicht. Für die Schuldübernahme wäre eine Vergütung von 5 % der Hauptschuld jährlich angemessen gewesen.


Mit freundlichen Grüßen