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Frage geschrieben am 29.07.2013 10:58:37

Betreff: Verjährung und falscher Steuerbescheid


Rechtsgebiet: Steuererklärung
Einsatz: € 100.00
Status: Beantwortet
Hallo,

ich wurde nach einer Lohnsteueraussenprüfung bei meinem früheren Arbeitgeber im Jahr 2013 zu der Abgabe meiner Steuererklärung für 2008 aufgefordert. Ich hatte dort einen Kredit für eine Schulung erhalten der mir nach Wechsel des Arbeitsplatzes erlassen wurde (Betrag 6354 Euro). Dieser Umstand wurde durch die Lohnsteueraussenprüfung festgstellt. Mir wurde aber damals vom Arbeitgeber mitgeteilt, dass ich hier nichts unternehmen muss, da dies alles über den Arbeitgeber geregelt werde.

Ich bin der Aufforderung nachgekommen und habe 2013 eine Steuererklärung für 2008 abgegeben worauf mir ein Bescheid über 2711 Euro Nachzahlung + 513 Euro Zinsen + 149,19 Euro Solidaritätszuschlag bekommen.

Zu versteuerendes Einkommen: aus nichtselbständiger Arbeit:
74.772 Euro + 6354 Euro Sonstige Einkünfte.

Einen Monat später Juni bekam ich einen Erneuten Bescheid mit Einkommen aus nichtselbständiger Arbeit: 81.126 Euro + 6354 Euro Sonstige Einkünfte.

Nachzahlung 1: 2711 Euro + 513 Euro Zinsen + 149,19 Soli
Nachzahlung 2: 2669 Euro + 515 Euro Zinsen + 146,80 Soli
Gesamt: 6603,99 Euro

Einkommen laut Lohnsteuerbescheinigungen 2008: 74773,44 Euro

Zusatinfo: Ich habe im September 2008 den Arbeitgeber gewechselt und daher zwei Lohnsteuerbescheinigungen. Der obige Wert resultiert aus beiden: (22584,99 + 52.188,45).

Meine Fragen:

1, Ist das ganze bereits verjährt?
2. Wie kommt das FA auf einmal auf 81.126 Euro Einkommen aus nichtselbständiger Arbeit wenn dies mittels Lohnsteuerbescheinigung belegt werden kann? Liegt ein Fehler vor?