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Frage geschrieben am 11.09.2011 19:56:03

Betreff: Verlustrücktrag vs. Verlustvortrag


Rechtsgebiet: Generelle Themen
Einsatz: € 30.00
Status: Beantwortet
Sehr geehrte Damen und Herren,

folgender Fall zur Steuererklärung 2010 sowie zum Verlustrücktrag nach 2009 bzw. Verlustvortrag nach 2011ff.:

- Ehemann hatte in 2010 nur Einkünfte aus Vermietung/Verpachtung in Deutschland (da ab 2009 Erwerbstätigkeit in der Schweiz)
- Ehefrau hatte 2010 nur bis Februar Einkünfte (da ab März 2010 Erwerbstätigkeit in der Schweiz)

Folgende Verluste berechnen sich aus der Steuererklärung 2010:
- Ehemann - 17.000 EUR (Vermietung/Verpachtung)
- Ehefrau - 13.000 EUR (nichtselbständige Arbeit, im Wesentlichen durch doppelte Haushaltsführung bedingt.)
- beschränkt abzugsfähige Sonderausgaben - 3.000 EUR

Im Steuerbescheid 2009 wurde für beide Ehepartner ein zu versteuerndes Einkommen in Höhe von 64 000 EUR ausgewiesen.

Ab 2011 wird der Ehemann in Deutschland weiterhin Einkünfte aus Vermietung/Verpachtung (keine Verluste) haben.

Ehemann und Ehefrau haben in den kommenden Jahren vergleichsweise hohe Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit in der Schweiz.


Die Fragen:
Inwiefern macht es Sinn, den gesamten Verlust 2010 nach 2009 zurückzutragen?

Können die Sonderausgaben ebenfalls zurückgetragen werden?

Macht es nicht vielmehr Sinn einen Großteil oder alle Verluste in die folgenden Jahre vorzutragen, um einen hohen Steuersatz bei der Versteuerung der Mieteinnahmen (Einkünfte Vermietung/Verpachtung) in den Jahren 2011ff. zu vermeiden(Anrechnung der Schweizer Einkünfte bei der Progression und somit der Steuersatzberechnung in Deutschland)? Ab welchem Gehalt des Ehemannes bzw. der Ehefrau in der Schweiz lohnt sich ein (vollständiger) Verlustvortrag mehr als ein Verlustrücktrag?

Ist der Verlustvortrag unbeschränkt möglich, d.h. können die Verluste 2010 nach 2011 und wenn dann wieder ein Verlust verbleibt nach 2012 etc. weiter vorgetragen werden?

Können sowohl die Verluste der Ehefrau als auch des Ehemannes aus 2010 für die Einkünfte aus Vermietung/Verpachtung des Ehemannes 2011 ff. vorgetragen/verrechnet werden? Können die Sonderausgaben ebenfalls vorgetragen werden?

Vielen Dank für Ihre Beratung zur steueroptimalen Behandlung der Verlustvorträge.


Antwort geschrieben am 11.09.2011 22:57:43
Marlies Zerban
Binger Str. 51, 55218 Ingelheim, Tel: 06132 78684-0, Fax: 06132 78684-29
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Sehr geehrter Fragesteller, ich beantworte gerne Ihre Fragen im Rahmen einer Erstberatung unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes und den Vorgaben d............

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