Dienstwagen: Nachträgliche Nachweistmethode wird nicht akzeptiert Finanzamt www.frag-einen-steuerprofi.de
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Frage geschrieben am 28.07.2010 14:17:01

Betreff: Dienstwagen: Nachträgliche Nachweistmethode wird nicht akzeptiert


Rechtsgebiet: Finanzamt
Einsatz: € 30.00
Status: Beantwortet
Ich habe meine Steuererklärung als Angestellter für 2008 und 2009 zusammen in Schriftform mit viel Anlagen und einer ausführlichen Beschreibung abgegeben und bereits die Festsetzungsbescheide erhalten.
Problem:
Mein Arbeitgeber stellt mit ein Dienstwagen mit 1% Methode zur privaten Nutzung zur Verfügung (feste Regelung für alle Dienstwagennutzer durch einheitliche Dienstwagenvereinbarung). Durch Aussendiensttätigkeit fallen keine Anfahrten zum Arbeitsplatz an. Ich nutze das Fahrzeug aber nicht privat und habe dem Finanzamt mit Fahrtenbuch nachgewiesen, dass ich nur beruflich mit dem Pkw unterwegs bin. Privat steht mir ein auf mich angmeldetes Fahrzeug zur Verfügung. Ich habe somit in der Steuererklärung mein Gesamtbrutto (abweichend zu den ausgefüllten Steuerkarten) um den geldwerten Vorteil reduziert, wie es auch mein Steuerprogramm vorschlug.
Bisher hat das immer funktioniert. Nun wird es in den Bescheiden nicht berücksichtigt. Ich habe Einspruch eingelegt. Jetzt bekam ich Nachricht darüber, dass "mein Arbeitgeber für die Bewertung und Zuordnung der geldwerten Vorteile zuständig sei (§8 (1)Einkommenssteuerrichtlinien). Würde kein geldwerter Vorteil bezogen, so darf der Arbeitgeber die Einnahmen des Arbeitgebers nicht erhöhen (siehe 8.1 (1)Einkommenssteuerrichtlinien)." Durch das Führen des Fahrtenbuches dürfte dem Arbeitgeber bekannt sein, dass ich das Fahrzeug ausschließlich beruflich nutze (ist es aber nicht - würde aber auch nichts ändern, da es nur die pauschle 1%-Methode gibt). "Demnach durfte ihr Arbeitgeber die private Nutzung des Dienstwagens, nicht als geldwerten Vorteil bewerten."... "Da ich aus o.g. Gründen keine Änderung des Arbeitslohnes vornehmen kann, hat Ihr Einspruch keine Aussicht auf Erfolg. Daher bitte ich Sie den Einspruch zurückzunehmen. Sollten Sie den Einspruch nicht zurücknehemen reichen Sie bitte weitergehende Begründungen ein."

ich finde dieses Schreiben sehr merkwürdig formuliert.

Da die Anerkennung des Fahrtenbuchs selbst kein Thema zu sein scheint, würde ich als weitergehende Begründung die Dienstwagenverordnung mit der darin vorgeschriebenen 1%-Methode einreichen.

Ich bin auf der Suche nach weiteren Einschätzungen / Argumenten oder Urteilen, die ich dem Finanzamt vortragen kann.


Antwort geschrieben am 28.07.2010 18:46:31
Marlies Zerban
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Steuerberatung
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Sehr geehrter Fragesteller, ich beantworte gerne Ihre Frage im Rahmen einer Erstberatung unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes und den Vorgaben ............

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