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Frage geschrieben am 05.12.2014 13:54:38

Betreff: zinsloses Darlehen an GmbH


Rechtsgebiet: Finanzamt
Einsatz: € 25.00
Status: archiviert
Grüß Gott,

ich bin alleiniger Gesellschafter einer GmbH.

Aus meinem Privatbesitz möchte ich 2 Immobilien an die GmbH verkaufen.

Frage 1: Ist es richtig, dass der Erwerb der Immobilien dann für die GmbH grunderwerbssteuerfrei ist?


Die GmbH hat nicht genügend eigene Mittel, um die Immobilien zu bezahlen. Ich möchte deshalb als Privatperson der GmbH ein Darlehen in der erforderlichen Höhe gewähren. Das Darlehen soll dann von der GmbH an mich zurückgezahlt werden. Die Rückzahlungsraten sollen nach Ermessen der GmbH gewählt werden können (die GmbH hat keine r e g e l m ä ß i g e n Einkünfte, weil Saisongeschäft).

Das Darlehen soll zinslos sein, weil Zinseinkünfte in meinem Privatbereich dem Höchststeuersatz unterliegen würden.

Ich habe folgendes Halbwissen:

Nach einer Entscheidung des FG Brandenburg (Beschluss vom 08.09.2008 - 12 V 12115/07) unterliegen zinslos gewährte Gesellschafterdarlehen der Abzinsungspflicht nach § 6 Abs. 1 Nr. 3 EStG.

Diese Abzinsungspflicht besteht jedoch nicht bei Darlehen, deren Restlaufzeit zum Bilanzstichtag weniger als 12 Monate beträgt.

Wir würden deshalb gerne folgende Konstruktion wählen:

Das Darlehen wird mit einer Laufzeit von 12 Monaten gewährt. Dieses hat dann zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von weniger als 12 Monaten und würde damit nicht unter die Vorschrift fallen.

Das Darlehen wird dann immer bei Fälligkeit durch ein neues Darlehen abgelöst. Da hier die alte Darlehensvaluta durch die neue ersetzt wird, ergeben sich für die Gesellschaft keine Nachteile. Allerdings kann die Gesellschaft nicht darauf vertrauen, dass ihr das Darlehen langfristig zur Verfügung steht.

Frage 2: Können wir bei dieser Konstruktion das Darlehen zinslos gewähren und davon ausgehen, dass das Finanzamt das Darlehen weder als Schenkung ansieht, noch eine Mindestverzinsung fordert?



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